Amnesty sammelt für traumatisierte Flüchtlinge

Im Rahmen seiner Spendenwoche sammelt Amnesty International auch in diesem Jahr Geld für die „Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer.“ Bei unseren beiden Ständen im Schauspiel Frankfurt kamen 225 Euro für das Projekt zusammen.

Flüchtlinge, die in ihren Heimatländern oder auf der Flucht Opfer von Menschenrechtsverletzungen wie Folter und organisierter und staatlicher Gewalt wurden, leiden oft an schweren Traumata. Zu den Erfahrungen von Menschenrechtsverletzungen als Fluchtursache kommen traumatische Erlebnisse auf der Flucht hinzu. Außerdem der Verlust von Heimat, Arbeit, Besitz, familiären und sozialen Beziehungen sowie gesellschaftlichem Status.

Die Europäische Union hat diese Flüchtlinge als eine besonders schutzbedürftige Gruppe von Flüchtlingen de niert. Viele von ihnen leiden an den psychischen und physischen Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse. Diese Folgen sind häu g „normale“ Reaktionen auf die unnormalen und unmenschlichen Erlebnisse. Im Exil sind diese Menschen zusätzlichen Belastungen aus- gesetzt, wie der Unsicherheit ihres Aufenthalts- status und der Einschränkung ihrer Rechte. Dies erschwert eine Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen.

Die traumatischen Erlebnisse lassen sich nicht ungeschehen machen, aber man kann lernen damit zu leben. Und zwar so, dass sie nicht mehr den Alltag bestimmen. Um dies zu erreichen kann man sich an die darauf spezialisierten Gesund- heitszentren wenden. Diese werden unterstützt von der „Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer“ (BAfF), einem Netzwerk von Be- handlungszentren auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und Amnesty International.

Wir bedanken uns herzlich beim Schauspiel Frankfurt für die tatkräftige Unterstützung und danken natürlich auch allen Spendern.